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In den Schuhen meines Hundes laufen...

"Gehe 100 Schritte in den Schuhen eines Anderen, wenn Du ihn verstehen willst"

 

So lautet ein altes indianisches Sprichwort!

Und was hat das mit meinem Hund zu tun?

Es gibt immer zwei Bedürfnisse in der Beziehung zum Hund.

Das von dem Hund und meins.

Wenn es nach draußen geht, will mein Hund die Welt entdecken, Spuren im Schnee nachgehen, Nachbars Katze hinterherjagen. Dem Raben hinterherfliegen, den blöden Hund von nebenan verprügeln und mit dem Dackel durch den Schlamm jagen.

Meine Bedürfnisse sind da eher anderer Natur, ich will in Ruhe spazieren gehen, mein Hund sittsam an der Leine, immer wieder mich im Blick.

Er soll bitte alle Außenreize gehorsam in Ruhe lassen, ich will den Blick schweifen lassen und mich entspannen, tief die klare Luft durchatmen.

Wie bringe ich das auf einen Nenner??

Indem ich einfach mal rein gedanklich in den Schuhen des Hundes laufe.

Die Welt mal mit seinen Augen betrachten, kann sehr achtsam und wertvoll sein.

Das heißt nicht, ich lasse meinen Hund machen was er will, aber das kann der Grundstein für die Achtung beider Bedürfnisse sein.

Das Jagen ist ein tolles Beispiel dafür, ich kann, was seit Urzeiten genetisch angelegt ist, nicht mit einer Schimpftirade wegbeamen.

Doch wenn ich in den Schuhen meines Hundes laufe, entdecke ich womöglich, dass er es spannend findet, Spuren zu suchen.

Ich könnte das nächste Mal eine kleine Fährte legen oder einen Futterbeutel mit nehmen.

 

Im Coaching gibt es eine Menge an Werkzeugen.

 

Wenn der Hund uns mit seinem Verhalten mal wieder zur Weißglut oder Verzweiflung bringt, dann kann es sehr hilfreich sein, die Perspektive zu wechseln.

Denn nichts anderes ist das:

"In den Schuhen des Anderen gehen".

Als ob man aus sich heraus schlüpft und in die Wahrnehmung des Hundes geht. Wie würde ich es als Hund erleben?

Was möchte er mit seinem Verhalten erreichen?

Was sind die Emotionen des Hundes?

Seine Bedürfnisse?

Im NLP ( Neurolinguistisches Programmieren) gibt es dazu ein tolles Format:

Der Meta Spiegel.

Dabei nehme ich verschiedene Blickwinkel ein. Normalerweise betrachtet man die Situation immer aus sich selbst heraus, seltener aus der Sicht des anderen Standpunktes.

Der Metaspiegel öffnet die Türen für neue Perspektiven und so lassen sich viel leichter Lösungen finden.

 

In der Übung kann man sich emotional distanzieren zum Problem und neue Sichtweisen zulassen.


Stell dir vor, du schlüpfst wie in einem Film in die Rolle deines Hundes und schaust dir eine Situation oder sogar ein Problem aus dieser Rolle heraus an.

Dann gehe einfach einige Meter tatsächlich auf Abstand und stell dir vor du schlüpfst in die Rolle eines Zuschauers und betrachte die Situation einmal von außen.

Aus dieser Perspektive kann man oft viel klarer Lösungen sehen und finden!

 

           
   
     
 
 
     

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